Lizenzfreie Bilder kostenlos bekommst du 2026 vor allem bei Unsplash, Pexels und Pixabay: Dort darfst du Fotos auch für Website, Werbung und Social Media nutzen, ohne den Fotografen zu nennen. Für historische Motive sind Wikimedia Commons und Smithsonian Open Access die erste Adresse. Wichtig ist bei jeder Quelle ein Blick in die Lizenz, denn „kostenlos“ heißt nicht „ohne Regeln“.

Diesen Artikel gibt es seit 2011. Damals standen hier 27 Bilddatenbanken, von denen die meisten heute offline sind oder nicht mehr gepflegt werden. Die Liste ist deshalb komplett neu und kürzer: lieber wenige gute Quellen als viele tote Links.

Lizenzfrei, kostenlos, gemeinfrei: die Begriffe kurz erklärt

BegriffWas es bedeutetNamensnennung?
Lizenzfrei (royalty free)Du zahlst einmal oder gar nicht und darfst das Bild danach mehrfach nutzen. Lizenzfrei heißt nicht kostenlos und nicht regelfrei.je nach Anbieter
Gemeinfrei / Public DomainDas Urheberrecht ist abgelaufen oder es gab nie eines, zum Beispiel bei sehr alten Werken.nein
CC0Der Urheber verzichtet freiwillig auf seine Rechte. Praktisch wie gemeinfrei.nein
CC BY / CC BY-SAFreie Nutzung, aber mit Namensnennung. Bei SA müssen Bearbeitungen unter derselben Lizenz stehen.ja, Pflicht
Eigene Lizenz (Unsplash, Pexels, Pixabay)Kostenlose Nutzung nach den Regeln des Anbieters, meist mit wenigen Verboten.nein, aber erwünscht

Die besten Quellen für lizenzfreie Bilder kostenlos

QuelleGut fürNamensnennungWorauf du achten musst
Unsplashhochwertige, moderne Fotosnicht nötigBilder nicht sammeln, um einen konkurrierenden Dienst aufzubauen. Unsplash+ hat eigene Bedingungen.
PexelsFotos und Videosnicht nötigUnveränderte Bilder nicht als Poster oder Druck verkaufen, Personen nicht in schlechtem Licht zeigen.
PixabayFotos, Illustrationen, Vektoren, Videosnicht nötigKein Verkauf unbearbeiteter Bilder, sichtbare Marken und Logos nicht kommerziell nutzen.
Wikimedia CommonsOrte, Personen der Zeitgeschichte, Wissenmeist jaLizenz steht bei jedem Bild einzeln, oft CC BY-SA mit Pflicht zur Nennung.
OpenverseSuche über mehr als 700 Millionen freie Bilder und Audiodateienje nach LizenzOpenverse prüft die Lizenzangaben nicht selbst, also immer auf der Quellseite nachsehen.
Smithsonian Open Accesshistorische Fotos, Kunst, Naturbei CC0 nicht nötigÜber 5,2 Millionen Digitalisate. Nach CC0 filtern.
Pixeliodeutsche Motiveja, PflichtDie Urhebernennung genau nach Vorgabe einbauen. Fehlende Nennungen haben in der Vergangenheit viele Abmahnungen ausgelöst.
Lizenzangaben laut den Seiten der Anbieter, Stand Oktober 2026. Lizenzen können sich ändern, prüfe sie vor jedem Download.

Meine Empfehlung: Starte mit Unsplash und Pexels. Die Auswahl ist groß, die Qualität hoch und die Lizenz einfach. Wikimedia Commons nimmst du, wenn du etwas Konkretes zeigen willst, etwa ein Gebäude oder eine bekannte Person. Plattformen mit Pflicht zur Namensnennung lohnen sich nur, wenn du das sauber in deinen Arbeitsablauf einbaust. In meinem Job im Marketing haben wir lange vor allem mit Pixabay und Pexels gearbeitet, für besondere Motive auch mit dem kostenpflichtigen Adobe Stock.

Aus der Praxis: So entstehen Abmahnungen

Auch wir haben im Job schon Abmahnungen wegen Bildern bekommen, und zwar aus ganz unterschiedlichen Gründen. Zwei Fälle sind mir besonders in Erinnerung geblieben:

  • Die vergessene Frist. Mit einem Fotografen war eine bestimmte Nutzungsdauer vereinbart. Die Kollegen, die das ausgehandelt hatten, verließen irgendwann das Unternehmen, und niemand hatte das Ablaufdatum mehr auf dem Schirm. Die Bilder blieben online, bis sich der Fotograf über einen Anwalt meldete.
  • Das verschwundene Bild. Ein Fotograf hatte ein Bild in einem bezahlten Portal hochgeladen, wir haben es dort ordentlich lizenziert. Später nahm er es aus dem Portal heraus und fing an, Nutzer des Bildes abzumahnen.

Meistens ist so etwas schlicht dubios. Dagegen hilft nur eines: Du musst jederzeit belegen können, woher ein Bild stammt und unter welchen Bedingungen du es nutzen darfst. Genau dafür ist die folgende Checkliste da.

Checkliste: 6 Punkte vor jedem Download

  1. Lizenz lesen und sichern. Mach einen Screenshot der Bildseite mit Lizenzhinweis und Datum. Lizenzen ändern sich, und im Streitfall musst du nachweisen, was zum Zeitpunkt des Downloads galt. Bei gekauften Bildern gehören Rechnung und Lizenzbedingungen dazu.
  2. Befristungen im Kalender eintragen. Wenn ein Nutzungsrecht nur für eine bestimmte Zeit gilt, trag das Ablaufdatum in einen gemeinsamen Kalender oder eine Liste ein, nicht nur ins Postfach eines einzelnen Kollegen.
  3. Personen prüfen. Für Werbung brauchst du die Einwilligung erkennbarer Personen (§ 22 Kunsturhebergesetz). Seriöse Plattformen haben das meist geklärt, eine Garantie ist das nicht.
  4. Marken und Logos meiden. Sichtbare Markenzeichen auf Fotos können markenrechtlich Ärger machen, vor allem in Anzeigen und auf Produkten.
  5. Namensnennung richtig setzen. Wo sie Pflicht ist, gehört sie in der verlangten Form direkt ans Bild oder in den Bildnachweis, nicht nur ins Impressum.
  6. Quelle in der Mediathek notieren. Schreib Anbieter, Fotograf und Link in die Bildbeschreibung. Dann weißt du auch Jahre später noch, woher ein Bild stammt.

KI-Bilder als Alternative

Statt in Bilddatenbanken zu suchen, kannst du Bilder auch mit KI erzeugen, etwa mit Adobe Firefly, Canva, ChatGPT oder Midjourney. Das spart Zeit und liefert Motive, die es so nirgends gibt. In meinem Job ist das inzwischen der neue Standard: Die meisten Bilder lassen wir uns heute per KI generieren. Zwei Dinge solltest du wissen:

  • Kein Urheberrecht. Rein computergenerierte Bilder ohne nennenswerte menschliche Gestaltung sind in Deutschland nicht urheberrechtlich geschützt. Du darfst sie nutzen, kannst aber auch nicht verhindern, dass andere sie kopieren. Welche Nutzung erlaubt ist, regeln die Bedingungen des jeweiligen Tools.
  • Kennzeichnung. Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten der EU-KI-Verordnung. Klar kennzeichnen musst du vor allem täuschend echte Darstellungen realer Personen, Orte oder Ereignisse, also Deepfakes. Die IHK empfiehlt, KI-Bilder im Zweifel immer zu kennzeichnen. Ein kurzer Hinweis wie „Bild: KI-generiert mit Adobe Firefly“ kostet nichts.

Für Social Media gelten dieselben Regeln. Welche Netzwerke sich für dein Unternehmen lohnen, zeigt die Liste der wichtigsten sozialen Netzwerke. Wenn du ein gutes Bild einmal hast, kannst du es mehrfach einsetzen, mehr dazu im Artikel Inhalte recyceln. Wie Google Bilder in der Suche einordnet, steht im Beitrag zu Knowledge Graph und Bildersuche.

Was aus der Liste von 2011 wurde

Von den 27 Bilddatenbanken aus der ersten Version dieses Artikels sind viele nicht mehr erreichbar, darunter Every Stock Photo, Open Photo, Free Photos und Turbo Photo. Bei anderen wie Woophy oder Font Play waren die Links schon vor Jahren entfernt worden. Geblieben sind vor allem Wikimedia Commons und Pixelio. Die großen Namen von heute, Unsplash, Pexels und Pixabay, gab es 2011 entweder noch nicht oder sie spielten keine Rolle.

Fazit

Für die meisten Websites und Social-Media-Posts reichen heute drei Quellen: Unsplash, Pexels und Pixabay. Dazu Wikimedia Commons für konkrete Motive und KI-Tools für alles, was es nicht als Foto gibt. Entscheidend ist nicht die Zahl der Bilddatenbanken, sondern dass du die Lizenz kennst und dokumentierst. Und du: Woher nimmst du die Bilder für deine Website?

Häufige Fragen zu lizenzfreien Bildern

Darf ich Unsplash-Bilder kommerziell nutzen?

Ja. Laut Unsplash-Lizenz darfst du die Bilder kostenlos kopieren, bearbeiten und auch kommerziell verwenden, ohne den Fotografen zu nennen. Nicht erlaubt ist, Unsplash-Bilder zu sammeln, um einen ähnlichen oder konkurrierenden Dienst aufzubauen.

Muss ich bei Pixabay den Urheber nennen?

Nein. Eine Namensnennung ist bei Pixabay nicht vorgeschrieben, wird aber gern gesehen. Verboten ist unter anderem, unbearbeitete Bilder als eigenständiges Produkt zu verkaufen oder erkennbare Marken kommerziell zu nutzen.

Was ist der Unterschied zwischen lizenzfrei und gemeinfrei?

Lizenzfrei heißt, dass du ein Bild nach einmaliger oder ohne Zahlung mehrfach nutzen darfst, aber nach den Regeln einer Lizenz. Gemeinfrei heißt, dass kein Urheberrecht mehr besteht, etwa weil es abgelaufen ist. Gemeinfreie Bilder kannst du ohne Einschränkungen nutzen.

Sind KI-generierte Bilder urheberrechtlich geschützt?

In Deutschland in der Regel nicht, wenn sie ohne nennenswerte menschliche Gestaltung entstanden sind. Welche Nutzung erlaubt ist, regeln die Bedingungen des KI-Tools. Täuschend echte Darstellungen realer Personen oder Ereignisse musst du seit August 2026 als KI-generiert kennzeichnen.

Quellen: